Jimmu

JIMMU , der erste Kaiser Japans, direkter Nachkomme von Amaterasu, der obersten Gottheit, und allgemein als Vorfahre des heutigen japanischen Kaisers angesehen. Amaterasus Nachkomme, Ame no Oshiho-mimi, zeugte Ho no Ninigi, der vom Himmel auf die Erde herabstieg. Sein Nachkomme, Hiko-hohodemi, zeugte Ugaya-fukiaezu, dessen Nachkomme Jimmu war.

Jimmu ist ein chinesischer Name, der diesem Kaiser viel später gegeben wurde; sein ursprünglicher Name war Kamu-yamato-iwarehiko. Kamu bedeutet „göttlich“, und Yamato ist der Name des Ortes, an dem sich die alte Hauptstadt befand. Der semantisch wichtige Teil dieses Namens ist iwarehiko. Iwa bedeutet „Fels“, und are bedeutet „auftauchen“. Da hiko „eine respektable Person“ bedeutet, deutet Jimmus ursprünglicher Name, Iwarehiko, auf „eine respektable Person, die aus einem Felsen auftauchte (oder geboren wurde)“

Den frühen Chroniken zufolge wurde Jimmu in der Provinz Himuka auf der Insel Kyushu im westlichen Japan geboren. Er führte eine erfolgreiche Expedition zur Eroberung des Ostens an und bestieg 660 v. Chr. den Thron in Yamato. Historiker lehnen dieses Datum jedoch ab, da die Japaner zu dieser Zeit noch in verstreuten Stammesgemeinschaften lebten. Erst im zweiten Jahrhundert n. Chr. bildete sich im westlichen Japan eine einheitliche politische Organisation heraus. Obwohl das Datum 660 v. Chr. nicht akzeptabel ist, ist die Beschreibung der Jimmu-Expedition nach Yamato lebendig und realistisch. Es ist unwahrscheinlich, dass die Geschichte selbst in späteren Tagen erfunden wurde, um den kaiserlichen Vorfahren zu verherrlichen. Es wird angenommen, dass die von Jimmu angeführte Armee im frühen zweiten Jahrhundert n. Chr. in Yamato einmarschierte und dass Jimmu eine wichtige Rolle bei der Gründung des Yamato-Staates spielte.

Siehe auch

Amaterasu Ōmikami; Japanische Religionen, Artikel über das Studium der Mythen.

Bibliographie

Aston, W. G., trans. Nihongi: Chroniken Japans von den frühesten Zeiten bis 697 n. Chr. (1896). Nachdruck, 2 Bde. in 1, Tokio, 1972.

Chamberlain, Basil Hall, trans. Kojiki: Records of Ancient Matters (1882). 2d ed. With annotations by W. G. Aston. Tokyo, 1932; Nachdruck, Rutland, Vt., und Tokyo, 1982.

Kakubayashi, Fumio. Nihonshoki Kamiyo-no-maki zenchushaku. Tokyo, 1999.

Philippi, Donald L., trans. Kojiki. Princeton, 1969.

Kakubayashi Fumio (1987 und 2005)

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