ForschungsberichtPhantom phone signals: Eine Untersuchung der Prävalenz und der Prädiktoren von eingebildeten Handysignalen

Dieser Beitrag zielt darauf ab, das besondere Phänomen der eingebildeten Handysignale oder Phantom Phone Signals (PPS) zu erhellen, das definiert ist als die Wahrnehmung eines Telefonsignals, das einen eingehenden Anruf, eine Nachricht oder eine Benachrichtigung über soziale Medien anzeigt, obwohl in Wirklichkeit kein solches Signal übertragen wurde. Eine Umfrage unter 408 US-Bürgern bestätigte, dass PPS ein weit verbreitetes Phänomen ist: Fast 50 % aller Befragten gaben an, mindestens einmal pro Woche und 63 % mindestens einmal im Monat eine Form von PPS zu erleben. Weitere Ergebnisse zeigen, dass die Intensität der Telefonnutzung, die selbst angegebene exzessive Nutzung und die Telefonsucht positiv mit der Häufigkeit des Auftretens von PPS zusammenhängen. Die Erklärung für diese Ergebnisse könnte sein, dass chronisch zugängliche Schemata, die aus intensiver Telefonnutzung resultieren, zu Fehlinterpretationen anderer Signale oder zu gutartigen Halluzinationen führen können, und dass die wahrgenommene Bedeutung der Telefonnutzung die Menschen wachsamer gegenüber potenziellen Telefonsignalen macht. Das Bedürfnis nach Beliebtheit (NFP) erwies sich als ein stärkerer Prädiktor für PPS als das Bedürfnis nach Zugehörigkeit, was die Annahme stützt, dass NFP ein guter Prädiktor für sozial bedingtes Verhalten ist. Die injunktiven und deskriptiven Normen über die telefonische Erreichbarkeit schließlich waren nur in ihrer positiven Beziehung zum Erleben von PPS annähernd signifikant.

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